Sonntag, 24. Januar 2016

Gesundheitsfördernde Raumgestaltung

Eva Laspas vom Blog "Festival der Sinne" hat zur Blogparade eingeladen und das Thema "Gesundheitsförderung" vorgegeben. Dieses Thema passt wunderbar zum Thema Wohnen, denn auch gut gestaltete Wohn- und Arbeitsräume tragen zur Gesundheitsförderung bei.

In diesem Artikel möchte ich einige Aspekte anreißen. Um tiefere Erklärungen zu liefern, müsste ich zu jedem Teilaspekt einen eigenen Artikel schreiben und aus diesem Übersichtspost eine Serie machen. Bitte hinterlasse doch einen Kommentar, ob Dich das interessiert.

Wir verbringen 70% unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Dadurch bekommen unsere Körper das, was sie zur Gesunderhaltung benötigen, nicht in ausreichender Menge: UV-Licht, einfacher gesprochen: Sonnenlicht. Wenn Du Sonnenlicht durch ein Prisma betrachtest, fächert sich der Lichtstrahl in alle Farbtöne des Regenbogens auf. Auf alle diese Farbtöne ist unser Organismus angewiesen.

Um diese Farbvielfalt in unsere Wohnräume zu bringen, ist es sinnvoll, den Farbton der Wandgestaltung aus vielen Bunttönen zu mischen. Auf diese Weise ist es möglich, jeden Farbton außer weiß herzustellen. 
Leider gibt es so hergestellte Farbtöne nicht im klassischen Farbenhandel oder im Baumarkt zu kaufen. Du musst selbst mischen oder jemanden um Hilfe fragen, der es kann.
Wenn Du selbst mischen möchtest, hilft Dir folgendes: Schau Dir einen Farbkreis an und finde Deinen Farbton. Dann wählst Du den genau gegenüberliegenden (komplementären) Farbton aus. Es spielt dabei keine Rolle, ob er Dir gefällt oder nicht. Von diesem Farbton benötigst Du nur eine kleine Menge. Gib nun einige Tropfen vom komplementären Farbton in Deinen Hauptfarbton. Nun sind alle Farbtöne in Deinem Farbton vorhanden und liefern Deinem Körper genau das gleiche Farbspektrum wie das Sonnenlicht, selbst wenn Du die wenigen Tropfen Fremdfarbton nicht sehen kannst.

Ich komme noch einmal zurück auf die oben erwähnten 70%. 
Bei so ausgedehnten Aufenthalten in geschlossenen Räumen fehlt auch unserem Auge etwas: Mikrostrukturen.  Schau Dich einmal bewusst draußen um. Betrachte Bäume, Blätter, Gras, Blumen und Naturstein. Alles ist in kleinste Einheiten strukturiert und zu größeren Einheiten zusammengesetzt. Unser Auge findet Halt und kann sich an den vielen Mikrostrukturen entlang tasten. Fehlen diese Strukturen, findet das Auge nicht genügend Haltepunkte und der gesamte Organismus gerät in Stress. An diesem Punkt beginnt bereits Sinnesreizentzug.

Genau dieses Prinzip solltest Du deswegen in Deine Räume übertragen. Ich möchte Dir hier einige Beispiele geben. Wahrscheinlich fällt Dir noch eine Menge mehr ein. Mikrostrukturen finden sich auf Holzmöbeln, Rauhfasertapete, leicht rauh ausgeführten Wandputzen, Teppichen, Pflanzen, Polsterstoffen...

Ich komme wieder zurück, dieses Mal auf das UV-Licht. 
Das Thema Beleuchtung wird Dich sicherlich das eine oder andere Mal gestreift haben, und sei es nur darüber, dass Leuchtmittel verboten oder empfohlen werden. Mir geht es an diesem Punkt nicht um Energie-Einsparung sondern um eine gute Lichtqualität. Immer dann, wenn in einem Leuchtmittel ein Glühfaden brennt, ist das so entstandene Licht identisch zum Sonnenlicht und bietet den besten Farbwiedergabewert. Ein Glühfaden brennt in einer Glühbirne und in einem Halogenspot. Eine gleiche Lichtqualität bietet übrigens eine Kerze.
Beide Aspekte - also mit dem UV-Licht identisch und höchster Farbwiedergabewert sind Voraussetzungen für stressfreies und ermüdungsfreies Sehen.

Ich bin am Ende meines Beitrags angekommen. Vielleicht möchtest Du etwas von meinen Vorschlägen in Deinen Räumen umsetzen. Oder möchtest Du noch mehr zu gesunderhaltenden Wohnräumen erfahren? Dann lies hier weiter.

Kommentare:

  1. Liebe Sabine,
    danke dir für deinen Beitrag zur Blogparade - Licht ist tatsächlich ein wesentlicher Faktor für die Gesundheitsförderung. Sag, was hältst du von Tageslichtlampen? Da höre ich immer weniger davon, dabei wäre das doch sicherlich besser, als eine normale Lampe? Oder gibt es da jetzt keinen Unterschied mehr?
    lg Eva

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  2. Liebe Eva,

    das Thema Tageslichtlampe ist sehr vielschichtig. Ich finde es wichtig, bei Leuchtmitteln die Verteilung der Lichtfarben zu betrachten und darauf zu achten, dass der Anteil an blauem Licht sehr gering ist. Ein zu hoher Blauanteil hemmt die Melatoninproduktion und verursacht Einschlaf-Probleme.
    LG Sabine

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