Dienstag, 13. Mai 2014

Farbtöne auswählen

Ich stelle in Beratungsgesprächen immer wieder das gleiche Phänomen fest:

Die Kunden halten die Farbfächer in der Hand und suchen sich einen oder mehrere Farbtöne für ihre Wände aus. Dann fragen sie sich, ob das Ausgewählte zu ihrer Einrichtung passt oder genereller, ob der gewählte Farbton in den Raum passt. Unsicherheiten kommen auf. Meist besteht die Schwierigkeit darin, sich den Farbton, der auf einem kleinen Fächer zu sehen ist, auf einer großen Fläche vorzustellen. Lieber dunkler? Oder doch heller?

An diesem Punkt kommt eine optische Komponente ins Spiel: Ein und derselbe Farbton wirkt auf einer kleinen Fläche anders als auf einer großen. Um genau zu sein: eine große Fläche wirkt dunkler als eine kleine Fläche.

Im Laden ist das an einem Beispiel schön zu erkennen. Die bereits bekannte sandfarbene Wand im Farbenraum ist mit Lehmstreichputz, Farbton umbrabraun, Farbstufe 1 gestrichen worden.






Schaut man sich die drei Farbabstufungen des Farbtons umbrabraun auf dem Farbfächer an, könnte man meinen, dass die Wand in Farbstufe 2 getönt ist.



Andersherum formuliert: Gefällt einem ein Farbton auf dem Farbfächer oder auf der Farbmusterkarte, ist es sinnvoll, für die Wände den gleichen Farbton in einer Nuance heller zu nehmen. Dann stimmen das gefällt-mir von der Musterkarte mit dem gefällt-mir der Wand überein.

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