Freitag, 28. März 2014

Weiß macht Wände hell - oder?

Immer wieder kommen Kunden zu mir in den Laden mit der Anforderung, dass der zu gestaltende Raum möglichst hell sein soll. Frage ich nach einer Idee für die Wandgestaltung, kommt dann häufig die Antwort "weiß" in Kombination mit dem bevorzugten Material.

Nun ist weiß aber schwierig. Weiß ist nämlich, auch wenn das Pigment Titandioxid im Spiel ist, die Abwesenheit von Farbe und pure Reflexion von Licht.

Weiß lässt sich nicht abdunkeln oder aufhellen wie alle anderen Farben (Schwarz ebenfalls ausgenommen).

Wenn also ein Schatten auf eine weiße Fläche fällt, wirkt die weiße Fläche im Schattenbereich sofort grau. Beschattet man eine farbige Fläche, wird lediglich der Farbton dunkler.


Dieses Bild illustriert sehr gut, was ich meine: Im Farbenraum sind die schräge Decke und ein schmaler Streifen Wand zur Decke hin weiß gestrichen, der Rest der Wand ist sandfarben. Der sandfarbene Farbton bleibt auch in den Schattenbereichen als eigenständiger Farbton erkennbar, während die weißen Flächen im Schattenbereich nicht mehr weiß sind.

Die Schlussfolgerung lautet also: Wenn Du einen Raum möglichst hell gestalten möchtest, dann verwende ein mit irgendeinem Farbton gebrochenes weiß und kein reines weiß um graue Schattenbereiche zu vermeiden.

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