Samstag, 8. März 2014

So geht's: zweifarbige Wände

Ich habe in meinem Beitrag zur DaWanda Wohnparade von meinen nur teilweise farbig gestrichenen Wänden erzählt. Ich wollte in meiner Fachwerkhauswohnung farbige Wände haben, aber nicht den Blick auf den unebenen Übergang von Wand zu Decke lenken und deswegen habe ich meine Wände nur in den unteren zwei Dritteln farbig gestaltet.

Und so ist die Wandgestaltung entstanden:
Es ist zu Anfang unbedingt nötig, alles Werkzeug bereitliegen zu haben, nämlich Wasserwaage, Zollstock, Bleistift und Malerkrepp. Per Malerkrepp kann testweise die gewünschte Höhe markiert werden. Manchmal benötigt es mehrere Versuche, bis eine gute Proportion zwischen bunt und weiß gefunden ist, und manchmal ist beim ersten Testklebestreifen die richtige Stelle gefunden. In meinem Fall habe ich die Trennung auf 164,5 cm gelegt.

Wenn die passende Höhe bestimmt ist, wird an einer Stelle des Raumes das Maß per Zollstock ausgemessen und mit einem Bleistift markiert. Dann die Wasserwaage waagerecht an die Markierung anlegen und mit dem Bleistift eine dünne Linie daran entlangziehen. Die Wasserwaage zum Ende der Linie versetzen, wieder in die Waagerechte bringen und die Linie weiterzeichnen. Auf diese Weise einmal den Raum umrunden.
Es ist wichtig, diese etwas umständliche Methode zu wählen und nicht die Höhe an verschiedenen Stellen des Raumes vom Boden auszumessen und eine Linie entlang der Markierungspunkte zu ziehen. Ist nämlich der Boden schief, wird auch die Farbtrennung unregelmäßig, wenn man auf die Wasserwaagenmehtode verzichtet. Das Ergebnis sieht dann nicht berauschend aus, ich habs ausprobiert.

Wenn die Linie fertig gezogen ist, einen Streifen Malerkrepp knapp oberhalb der Linie aufkleben und darauf achten, dass beim Übergang von einem Kreppstreifen zum anderen kein Versatz entsteht. Man sieht zum Schluss auch Mini-Versätze. Exaktes Arbeiten lohnt sich!

Als nächstes wird die untere Kante des aufgeklebten Klebestreifens mit der Farbe übermalt, die im oberen Bereich der Wand ist. In meinem Fall ist es weiß. Auch dieser Mehraufwand lohnt sich, da durch das Übermalen der Klebebandkante diese versiegelt wird. Es kann beim eigentlichen Streichen dann keine Farbe mehr unter das Klebeband laufen und unschöne Nasen verursachen.



Ist die Farbe getrocknet, kann die Wand im unteren Teil im gewünschten Farbton gestrichen werden. Das Trennungsklebeband sollte entfernt werden, solange die Farbe noch feucht ist. Das vermeidet Farbabplatzer an der Kante.

Fertig!

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